Die ältesten Teile der Bilder im Triumphbogen der Fanefjord Kirche stammen etwa aus dem Jahre 1350 von einem unbekannten Maler. Man sieht hier u.a. den heiligen Sankt Christoferus beim Überqueren einer Furt mit dem Jesuskind auf dem Arm, die 4 Evangelisten Symbole und den heiligen Sankt Martin.
Die übrigen Fresken stammen aus dem Jahre 1450 und sind von dem Elmelundemeister gemalt worden, er hinterließ hier sein Namenszeichen. Der Stil der Malereien ist aber gänzlich unterschiedlich. Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sind die Gesichtszüge und Emotionen der dargestellten Personen. Beim Elmelundemeister ohne jeden Ausdruck oder Bewegung, beim unbekannten Maler voller menschlicher Regungen und sehr lebendig.
Wie konnten diese empfindlichen Malereien so lange überdauern?
Als ca. 1660 die Kirche mit weißer Kalkfarbe neu getüncht wurde, waren die Bildnisse schon kaum mehr zu erkennen gewesen. Und das nicht, weil sie verblaßt waren, es hatte sich über die lange Zeit einfach sehr sehr viel Staub darauf abgelagert, der jetzt beim Übertünchen nicht entfernt wurde und so als Schutzschicht zwischen Malerei und neuer Farbe ungewollt die Bilder konservierte. Zusätzlich kam die Maltechnik der Erhaltung für so lange Zeit zugute. Die Bilder wurden nämlich immer auf die frische und noch feuchte Wandgemalt. Die Farbe konnte so tief in den Verputz selbst eindringen und war somit nicht nur oberflächlich vorhanden. Diese sog. Kalkmalerei und der Grund der Erhaltung trifft natürlich auf alle bekannten Kirchenmalereien auf Dänemark zu