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Die Familie Calmette verfügte in Marienborg bereits über einen Park im strengen Stil mit völlig symetrischen Linien und Formen. Völlig gegensätzlich präsentiert sich dagegen der Park vom Schloß Liselund. Hier sollte nach den Vorstellungen der Calmettes ein Landschaft enstehen die völlig natürlich wirken sollte, so, als hätte die Natur sie in einer persönlichen Laune selbst geschaffen. Alle Gebäude sollten daher ebenfalls der Landschaft wie zufällig angepaßt erscheinen so daß eine durch kunstvolle Gartengestaltung erschaffene Wildnis entstehen konnte.
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Vom Parkplatz aus führt der Fußweg zum Schloß zuerst an der sog. Schweizerhütte vorbei, einem Fachwerkhaus aus unbehandelten Eichenstämmen und weißen Kreidesteinquadern. Die Rückseite des Hauses wurde halb in den Hügel eingegraben und ein kleiner Pfad führt dort an der Anhöhe vorbei. In diesem Gebäude wohnten zu damaliger Zeit die Bediensteten, zusätzlich gab es einen Billardraum und zwei winzige Gästezimmer.
In der Nähe des Eingangs befinden sich schöne Pfauen die oft schöne Fotomotive abgeben.
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Direkt gegenüber des größten Sees befindet sich in Hanglage ein kleines, achteckiges Pagodengebäude, das chinesische Gartenhaus mit Turmspitze. Das Häuschen wurde Innen bunt bemahlt und diente den Calmettes als Haus für den Genuß des Nachmittags Tees mit herrlichem Blick auf den See und Wald.
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Besteigt man den Hügel im nördlichen Teil des Gartens kommt man unweigerlich zum Norwegerhaus. Hoch oben im Wald direkt an der Steilküste verleiht diesem als Gästehaus genutzten Gebäude einen besonderen Charakter was auch durch die dunkle Holzverkleidung betont wird.
Auf dem Weg zum Norwegerhaus passiert man auf dem Anstieg ein seltsames, kleines Gebäude. Es erinnert an einen im Wald untergebrachten und überdachten Holzstapel, ist aber in Wirklichkeit eine Toilette.
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Der Liselund Park war zur Zeit der Calmettes wesentlich größer als heute und hatte noch eine künstliche Ruine, eine Kapelle, eine Badestube, eine Schlucht mit Wasserfall und einige Steinmonumente. 1905 verschwanden über 4 Hektar Land durch einen gewaltigen Erdrutsch.
Bei der Begehung des Parkrandes zum Steilabfall am Meer sollte der Besucher daher größte Vorsicht walten lassen da gerade bei feuchter Witterung oder Glätte die wenig gesicherten Wege nicht ungefährlich sind.
Auf der sicheren Seite, gegenüber der Steilküste, befindet sich ebenfalls in erhöhter Lage ein weiteres Gebäude. Es wurde im Jahre 1888
im Auftrag des damaligen Barons als neues Hauptwohngebäude errichtet. Heute beherbergt es das Liselund Schloßhotel mit nur 15 luxuriösen Zweibettzimmern und einem atemberaubenden Blick in den Park von Liselund. (Adresse und Telefon finden Sie auf der Seite "Unterkünfte")
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